Protokoll einer Zukunftsvision

Protokoll einer Zukunftsvision - Das System versagt

Digitalisierung und Zukunftsvision
In the Age of the smart machine

Zukunftsvision zu Digitalisierung und Automatisierung

Mit der Zukunfts­vi­si­on im unten genann­ten Arti­kel und den ent­hal­te­nen drei Geset­zen Zuboff’s wird deut­lich, dass letzt­end­lich ein zen­tra­lis­ti­scher Wirt­schafts- und Gesell­schafts­ent­wurf im Umfeld von Digi­ta­li­sie­rung, Auto­ma­ti­sie­rung und Über­wa­chungs­tech­no­lo­gi­en eher zur demo­kra­tie­ge­fähr­den­den Kon­trol­le und Ent­mün­di­gung neigt. Somit ent­wi­ckeln sich in logi­scher Kon­se­quenz dezen­tra­le und ver­teil­te Ansät­ze des Wirt­schaf­tens und der gesell­schaft­li­chen Inter­ak­ti­on unter Bei­be­hal­tung von ver­bun­de­nen Gesamt­struk­tu­ren im Netz­werk eines Gesell­schafts­or­ga­nis­mus. Dies ist die logi­sche Kon­se­quenz zur Erhal­tung von Frei­heit, die die Grund­la­ge der Demo­kra­tie ist. Ein Bei­spiel zur Ver­än­de­rung hin zu dezen­tra­len Kon­zep­ten bei brei­ter Betei­li­gung viel­fäl­ti­ger Inter­es­sen­trä­ger fin­den wir aktu­ell mit der Trans­for­ma­ti­on des Ener­gie­sys­tems.

Das Buch “In the Age of the Smart Machi­ne” von Shosha­na Zuboff ist sehr zu emp­feh­len. Der nach­fol­gen­de Link ver­bin­det zum ein­füh­ren­den Arti­kel.

http://bit.ly/XBcbyI

 

 

 

 

Folgerungen zur Datenhoheit und Selbstbestimmung

Die in der Zukunfts­vi­si­on betrach­te­ten Geset­ze Zuboff’s lau­ten:

Ers­tens: Alles, was digi­ta­li­siert und in Infor­ma­ti­on ver­wan­delt wer­den kann, wird durch Digi­ta­li­sie­rung in Infor­ma­ti­on ver­wan­delt.
Zwei­tens: Was auto­ma­ti­siert wer­den kann, wird auto­ma­ti­siert.
Drit­tens: Jede Tech­no­lo­gie, die zum Zwe­cke der Über­wa­chung und Kon­trol­le kolo­ni­siert wer­den kann, wird, was immer auch ihr ursprüng­li­cher Zweck war, zum Zwe­cke der Über­wa­chung und Kon­trol­le kolo­ni­siert.” [Zuboff, Shosha­na. (10/1989)]

Wir benö­ti­gen eine stren­ge Über­wa­chung von The­men wie “Cloud-Ana­ly­tics”, “Big­Da­ta” und “Ubi­qui­tuous Com­pu­ting”. Denn sie bestim­men unse­re Stel­lung in einer Gesell­schafts­form, die schon heu­te ent­steht. Unse­re Frei­heit kann nur in einem zel­lu­la­ren, dezen­tra­len Sys­tem, das ver­bun­den als Orga­nis­mus agiert, sicher­ge­stellt wer­den. Dies erfor­dert smar­te Sys­te­me in der eige­nen Hand­lungs­do­mä­ne und kei­ne all­wis­sen­den Assis­ten­ten in der Cloud (sie­he Ale­xa oder Goog­le) sowie selbst­be­stimm­te Daten­wei­ter­ga­be, ver­bun­den mit dem Recht auf Ver­ges­sen eige­ner Daten bei Ver­wen­dung die­ser Daten in frem­den Sys­te­men. Lei­der schei­nen die­se unse­re Exis­tenz beein­flus­sen­den The­men heu­te von der Poli­tik noch weit­ge­hend igno­riert.

Zuboff, Shosha­na. (10/1989): In the age of the smart machi­ne. The future of work and power. BASIC BOOKS. 10/1989. ASIN: B00ECJBWMU

Andreas Kießling
Über Andreas Kießling 42 Artikel
Andreas Kießling hat in Dresden Physik studiert und lebt im Raum Heidelberg. Er beteiligt sich als Freiberufler und Autor an der Gestaltung nachhaltiger Lebensräume und zugehöriger Energiekreisläufe. Dies betrifft Themen zu erneuerbaren und dezentral organisierten Energien. Veröffentlichungen als auch die Aktivitäten zur Beratung, zum Projektmanagement und zur Lehre dienen der Gestaltung von Energietechnologie, Energiepolitik und Energieökonomie mit regionalen und lokalen Chancen der Raumentwicklung in einer globalisierten Welt.

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