Begriffssystem zum zellulären Energiesystem

Sprachliche Basis einer Modularen Systemarchitektur mit autonomen Bereichen der Gestaltung

Begriffssystem zum zellulären Energiesystem
Begriffssystem zum zellulären Energiesystem; copyright by Adobe Stocks Ne. 70731415

Inhaltsverzeichnis

  1. Hin­ter­grund und Moti­va­ti­on einer C/sells-Arbeits­grup­pe zum regu­la­to­ri­schen Rahmen
  2. Stan­dar­di­sie­rung beschleu­nigt Inno­va­ti­on und schafft Massenfähigkeit
  3. Glos­sar mit Begriffs­sys­tem zum zel­lu­lä­ren Ener­gie­sys­tem als Grund­la­ge von Betei­li­gung und Autonomie
  4. Zel­lu­lä­re Archi­tek­tur und Digitalisierung
  5. Use Case Methodik
  6. Schutz­me­tho­dik — Schutz­be­dürf­nis­se im Energiesystem
  7. Fle­xi­bi­li­täts­be­griff — Fle­xi­bi­li­täts­kon­zep­te — Flexibilitätsmodell
  8. Zusam­men­fas­sung der Ergeb­nis­se des Pro­jek­tes C/sells zu gemein­sa­men tech­ni­schen Regeln, Nor­men und Standards

Sprachliche Basis einer modularen Systemarchitektur mit autonomen Bereichen der Gestaltung

Viel­fäl­ti­ge Betei­li­gun­gen, Auto­no­mie und Gemein­schaft als Gestal­tungs­mit­tel sowie Ener­gie­flüs­se im Sek­to­ren­ver­bund benö­ti­gen eine gemein­sa­me Sprache 

Motivation für Begriffssystem zum zellulären Energiesystem

Viel­fäl­ti­ge Betei­li­gungs­for­men sowie auto­no­me Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten auf Basis Erneu­er­ba­rer Ener­gien in Gebäu­den, in Stadt­quar­tie­ren, auf gewerb­li­chen und indus­tri­el­len Area­len als auch in Ort­schaf­ten und Regio­nen kenn­zeich­nen das zukünf­ti­ge Ener­gie­sys­tem. Der Turm­bau von Babel lehrt uns, dass trotz aller Gestal­tungs­frei­heit eine gemein­sa­me Spra­che und gemein­sa­me Regeln benö­tigt werden.

Auf Grund­la­ge die­ser Erkennt­nis ent­stand in den letz­ten 10 Jah­ren als gemein­sa­me Spra­che aller betei­lig­ten Akteu­re ein Begriffs­sys­tem zum zel­lu­lä­ren Ener­gie­sys­tem auf Basis der Sys­tem- und Modell­be­grif­fe. Den Aus­gangs­punkt bil­de­ten Akti­vi­tä­ten im E‑Ener­gy-Pro­gramm sowie im Rah­men eines DKE-Arbeits­krei­ses zur Ter­mi­no­lo­gie Smart Ener­gy. Das Pro­jekt C/sells im BMWi-Schau­fens­ter­pro­gramm SINTEG ver­tief­te das Begriffs­sys­tem. Es ent­stand ein Glos­sar mit Begrif­fen und ihren Bezie­hun­gen zu Kom­po­nen­ten des Ener­gie­sys­tems einer Zel­le sowie zu Funk­tio­nen, Schnitt­stel­len und Eigenschaften.

Das hier zum Down­load als auch als Wiki nutz­ba­re bereit­ge­stell­te Begriffs­sys­tem zum zel­lu­lä­ren Ener­gie­sys­tem wird als öffent­lich ver­füg­ba­re Spe­zi­fi­ka­ti­on zur wei­te­ren Dis­kus­si­on und Bear­bei­tung bereitgestellt.

Die Spe­zi­fi­ka­ti­on defi­niert ein Begriffs­mo­dell für das zel­lu­lä­re, intel­li­gen­te Ener­gie­sys­tem zur Her­stel­lung eines gemein­sa­men Ver­ständ­nis­ses in domä­nen­über­grei­fen­den Normungsprozessen.

Überblick

Die Metho­dik für ein Begriffs­sys­tem zum zel­lu­lä­ren Ener­gie­sys­tem wird im Ver­hält­nis zur all­ge­mei­nen Sys­tem­be­schrei­bung abge­lei­tet. Aus­ge­hend von der Sys­tem­de­fi­ni­ti­on las­sen sich grund­le­gen­de Betrach­tungs­di­men­sio­nen eines intel­li­gen­ten Ener­gie­sys­tems zuord­nen. Durch Ver­knüp­fung des Sys­tem­be­grif­fes mit die­sen Dimen­sio­nen ent­steht die Grund­struk­tur der Men­ge von Begrif­fen und ihrer Bezie­hun­gen (Onto­lo­gie) des intel­li­gen­ten Energiesystems.

Die Begrif­fe Sys­tem und Ener­gie­sys­tem bil­den somit den Aus­gangs­punkt für die Glie­de­rung der Ter­mi­no­lo­gie des intel­li­gen­ten Ener­gie­sys­tems. Über die zusätz­li­che Defi­ni­ti­on des Sys­tem­ar­chi­tek­tur­be­grif­fes sowie von Begrif­fen zu Model­len, Archi­tek­tu­ren, Kom­po­nen­ten und Funk­tio­nen des Ener­gie­sys­tems erfolgt die wei­te­re Strukturierung.

Die grund­le­gen­den Begrif­fe des intel­li­gen­ten Ener­gie­sys­tems wer­den neu ein­ge­führt oder mit Ver­wei­sen zu vor­han­de­nen Defi­ni­tio­nen ver­se­hen. Die Bezie­hun­gen zwi­schen den Begrif­fen eines Kapi­tels wer­den dabei jeweils über ein gra­fisch abge­bil­de­tes und erläu­ter­tes Begriffs­sys­tem als Grund­struk­tur eines Modells für das intel­li­gen­te Ener­gie­sys­tem ein­ge­führt. Das heißt, Begrif­fe wer­den nicht für sich allein­ste­hend defi­niert, son­dern in den Zusam­men­hang mit ande­ren Begrif­fen als Begriffs­struk­tur (Onto­lo­gie) gestellt.

Zuerst wer­den all­ge­mei­ne Model­le zum Sys­tem­be­griff und zur Sys­tem­ar­chi­tek­tur genutzt, um hier­mit Model­le zum Ener­gie­sys­tem auf Basis des EU-Stan­dar­di­sie­rungs­man­dats M/490 sowie des Tech­ni­schen Reports zu IEC 62357 (2016) ein­zu­füh­ren. Dabei wird das Ener­gie­sys­tem als Sys­tem aus Sys­te­men in Form von soge­nann­ten Ener­gie­zel­len beschrieben.

Begriffssektionen

Fol­gen­de Sek­tio­nen unter­glie­dern das Begriffs­sys­tem zum zel­lu­lä­ren Ener­gie­sys­tem.

Modell und Sys­tem: grund­le­gen­de Defi­ni­tio­nen zu den Begrif­fen Modell, Sys­tem und Schnitt­stel­len zur Sys­tem­um­ge­bung (Umwelt) im Kon­text von Raum und Zeit mit einem auf ver­schie­de­ne Sys­tem­ty­pen (Zell­ty­pen) anwend­ba­ren, all­ge­mei­nen Begriffs­sys­tem sowie die Zusam­men­set­zung von Sys­te­men als Sys­tem­ag­gre­ga­te und Sys­te­me aus Systemen

Ener­gie­sys­tem, Ener­gie­zel­le und Ener­gie­or­ga­nis­mus: Spe­zia­li­sie­rung des Begriffs­kon­zep­tes zu Sys­tem und Modell auf das Ener­gie­sys­tem als zur Sys­tem­um­ge­bung abgrenz­ba­re Ener­gie­zel­le als auch zur Zusam­men­set­zung ver­schie­de­ner Ener­gie­zel­len zu Verbundsystemen

Rege­lungs­mo­dell und Kom­po­nen­ten der Ener­gie­zel­le: Begrif­fe zur Glie­de­rung der Rege­lungs­funk­tio­nen des Ener­gie­sys­tems sowie Begrif­fe zu Kate­go­rien von Kom­po­nen­ten in den Teil­sys­te­men Ener­gie­in­fra­struk­tur und Infra­struk­tur-Infor­ma­ti­ons­sys­tem (IIS) als Digitalisierungsinfrastruktur

Sys­tem­ar­chi­tek­tur: Begrif­fe zur Sys­tem­ar­chi­tek­tur sowie Domä­nen, Zonen und Interoperabilitätsebenen

Funk­tio­nen und Eigen­schaf­ten: Begrif­fe für Funk­tio­nen, die Sys­te­me inner­halb von Zel­len als auch über Schnitt­stel­len zur Umwelt anbie­ten oder mit denen ande­re Sys­te­me der Umwelt über Schnitt­stel­len auf das betrach­te­te Sys­tem wirken

Sek­ti­on Rol­len, Akteu­re und Anwen­dungs­fäl­le: Begrif­fe zu Rol­len und Aktu­ren, die im Rah­men ihrer Anwen­dungs­fäl­le (Use Cases) Sys­te­me nutzen

Ener­gie: Begrif­fe bezüg­lich Ener­gie, die durch die Sys­te­me und zwi­schen den Sys­te­men fließt

Infor­ma­ti­on: Begrif­fe bezüg­lich Infor­ma­ti­on, die in Sys­te­men und zwi­schen Sys­te­men über­tra­gen wird

Schutz­me­tho­dik: Begrif­fe zum Schutz die­ser Sys­te­me bezüg­lich Pri­vat­heit, Funk­ti­ons­si­cher­heit und Informationssicherheit

Mit dem Begriffs­sys­tem zum zel­lu­lä­ren Ener­gie­sys­tem wer­den Begrif­fe zur Spe­zi­fi­ka­ti­on von Sys­tem­ar­chi­tek­tu­ren in Ener­gie­zel­len durch Unter­glie­de­rung in Kom­po­nen­ten, Funk­tio­nen, Eigen­schaf­ten sowie Inter­ak­tio­nen mit der Sys­tem­um­ge­bung zum Trans­port von Ener­gie und Infor­ma­ti­on sowie die Sys­tem­ent­wick­lung im Kon­text von Raum und Zeit beschrieben.

Lei­men, den 09. März 2021

Andre­as Kieß­ling, ener­gy design

Andreas Kießling
Über Andreas Kießling 75 Artikel
Andreas Kießling hat in Dresden Physik studiert und lebt im Raum Heidelberg. Er beteiligt sich als Freiberufler und Autor an der Gestaltung nachhaltiger Lebensräume und zugehöriger Energiekreisläufe. Dies betrifft Themen zu erneuerbaren und dezentral organisierten Energien. Veröffentlichungen als auch die Aktivitäten zur Beratung, zum Projektmanagement und zur Lehre dienen der Gestaltung von Energietechnologie, Energiepolitik und Energieökonomie mit regionalen und lokalen Chancen der Raumentwicklung in einer globalisierten Welt.

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